© 2017 Janka Schweizer

    Wurzel von Gesundheit und Krankheit

    Die Tibetische Medizin erfasst den Menschen als Ganzheit von Körper, Geist und Seele.

    Aufgrund dieser Sichtweise behandelt ein tibetischer Arzt nicht die Krankheit, sondern den Menschen. So steht hier nicht die Bekämpfung der Symptome im Vordergrund, sondern ein ganzheitlicher Heilprozess. Krankheiten sind die Folge eines Ungleichgewichts der fünf Elemente bzw. der daraus entstehenden drei Körperenergien rlung (Wind), tripa (Feuer) und bad kan (Wasser + Erde).

    Der tibetische Arzt versucht deshalb als erstes herauszufinden, welche Faktoren zum Leiden

    geführt haben und was getan werden muss, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

    Die Tibetische Medizin ist zudem stark geprägt von der buddhistischen Lebensphilosophie.

    Die eigene Geisteshaltung und unsere Emotionen haben starken Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden, und als Grundursache von Krankheit gilt der unwissende Geist und die daraus entstandene falsche Sichtweise der Dinge. Somit kommt der Geistesschulung besondere Bedeutung zu. Ein tibetischer Arzt ist deshalb auch ein Lebensberater, der dem Patienten hilft, sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden, seine Emotionen auszugleichen und seinen Geist zu zähmen.

    SOWA RIGPA - DAS WISSEN VOM HEILEN